Nahverkehrszug trägt ab sofort Namen der Gemeinde

Lathen, 13.03.2016 –Die WestfalenBahn hat zusammen mit der Gemeinde Lathen  einen neuen Triebzug der Baureihe Flirt³ getauft. Damit führt das Eisenbahn- verkehrsunternehmen ihre Zugtaufserie des vergangenen Jahres fort.

Am Sonntagmorgen baten die WestfalenBahn und die Gemeinde Lathen zum Empfang. Anlass war die Zugtaufe eines neuen Triebzuges der Baureihe Flirt³ auf den Namen „Lathen“. Dazu begrüßten Bürgermeisterin Luise Redenius-Heber und Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber den Geschäftsführer der WestfalenBahn Rainer Blüm am Gleis 2 des Lathener Bahnhofes.

Mit der Zugtaufe wird die Beziehung zwischen der Gemeinde Lathen und dem Nahverkehrsunternehmen gestärkt. „Eine Zusammenarbeit mit den Gemeinden ist uns sehr wichtig, denn beide Parteien verfolgen dasselbe Ziel; Bürgerinnen und Bürgern die Nutzung des Schienenpersonennahverkehr (SPNV) mit ihren vielen Vorteilen näher zu bringen“, sagte der Pressesprecher des Unternehmens. Nach der feierlichen Fahrzeugtaufe lud die WestfalenBahn auch zur kurzen Besichtigung des neuen Zuges ein, es durfte probegesessen, inspiziert und begutachtet werden.

Bürgermeisterin Luise Redenius-Heber gab sich sehr zufrieden; „Im Rahmen unseres diesjährigen Ostermarktes unter dem Motto: Mobil und Vital: „Startklar für den Sommer 2016 in LATHEN“ ist die Zugtaufe ein besonderes Highlight,  sie fügte hinzu: „Der Bahnhof gilt als wichtiger Standortfaktor und ich begrüße die enge Zusammenarbeit zwischen WestfalenBahn und Gemeinden“.

Bürgermeister Karl-Heinz Weber begrüßt die Präsenz des neuen Eisenbahnverkehrsunternehmens, denn Lathen hat eine spezielle Beziehung zum Thema Bahn – hier befindet sich nach wie vor die stillgelegte  Teststrecke der Magnetschwebebahn Transrapid.  Außerdem war hier der Startpunkt der ehemaligen Hümmlinger Kreisbahn, deren Gleisnetz jüngst instand gesetzt wurde und hier verkehrt die Museumsbahn „Pingel Anton“.

Mit den modernen Triebzügen des Herstellers Stadler hat das Unternehmen eine nachhaltige Lösung für die Strecke von Münster nach Emden (RE 15) gefunden. Nicht nur sind die elektrobetriebenen Fahrzeuge sehr leise, sondern sparen auch Energie und Kosten gegenüber den zuvor auf der Linie eingesetzten Doppelstockzügen.

Dem Unternehmen aus Bielefeld ist es zudem wichtig, dem Fahrgast einen Mehrwehrt zu bieten. Neben großzügigen Sitzbereichen bieten die Züge auch reichlich Platz für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen, ein Reise-Informations-System informiert die Fahrgäste mit Echtzeitdaten. Kostenfreies W-LAN soll im Laufe des Frühjahres eingeführt werden.

Fahrgäste dürfen sich zudem auch über einen sicheren Einstieg freuen, denn die Triebzüge der WestfalenBahn fahren an jedem Bahnsteig eine Spaltüberbrückung aus welche den Ein- und Ausstieg erleichtert. Des Weiteren soll im Rahmen des Investitionsprogramms „Niedersachen ist am Zug“ der Bahnhof in Lathen saniert werden. Rainer Blüm verkündete: „Nach der Sanierung können wir unseren Fahrgästen sogar einen komplett barrierefreien Ein- und Ausstieg in Lathen anbieten“.

Die Zugtaufe in Lathen soll als Botschaft für die gesamt Region gelten: „Wir nehmen das neue Streckennetz und die Region sehr ernst und möchten sowohl auf die Bedürfnisse der Fahrgäste als auch der Gemeinden eingehen“. sagte weiter Blüm und gab zugleich bekannt: „Wir würden uns freuen mit weiteren Gemeinden entlang der Strecke  RE 15 Züge zu taufen und die Zusammenarbeit in der Region zu stärken“.

 

Zur WestfalenBahn GmbH:

Die WestfalenBahn GmbH ist ein regional verankertes Eisenbahnverkehrsunternehmen, wurde 2005 von vier Gesellschaftern gegründet und ist unterwegs auf den drei RE-Linien 15, 60 und 70 sowie den vier RB-Linien 61, 65, 66 und 72 zwischen Emden, Bad Bentheim, Rheine, Münster, Osnabrück, Herford, Bielefeld, Paderborn und Braunschweig. Zu jeweils 25 Prozent sind die Verkehrsunternehmen Abellio, die Mindener Kreisbahnen, moBiel sowie die Verkehrsbetriebe Extertal am Unternehmen beteiligt.

Die WestfalenBahn GmbH befördert jährlich rund 32 Mio. Fahrgäste auf 9,5 Mio. Zugkilometern in dem über 600 Kilometer langen Netz aus Teutoburger Wald-Netz und EMIL-Netz. Mehr als 300 WestfalenBahn-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sorgen für Sicherheit, Pünktlichkeit und Komfort in den Zügen. Dafür werden 47 Elektrotriebzüge mit über 15.000 Sitzplätzen eingesetzt.

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