Oberlangen-Moor. Mit einer würdigen Gedenkfeier ist in Oberlangen-Moor an die Befreiung des ehemaligen NS-Kriegsgefangenenlagers am 12. April 1945 erinnert worden. Soldaten der 1. Polnischen Panzerdivision befreiten damals 1728 inhaftierte Frauen, überwiegend Kämpferinnen der polnischen Heimatarmee.
Überschattet wurde die diesjährige Veranstaltung vom Fehlen von Hanna Strzelecka-Kociniak, die im Sommer 2025 verstorben ist. Sie war eines von neun Kindern, die 1945 im Lager geboren wurden. „Wir vermissen sie“, hieß es während der Feier.
Die Generalkonsulin der Republik Polen, Frau Aleksandra Krystek-Biernacka , betonte die Bedeutung des gemeinsamen Erinnerns und der Versöhnung. Auch persönliche Schicksale wie das von André Pakulski dessen Mutter in Oberlangen inhaftiert war und dessen Vater zu den Befreiern gehörte – machten die Geschichte greifbar.
Samtgemeindebürgermeister Helmut Wilkens mahnte mit Blick auf aktuelle Konflikte, Frieden und Freiheit nicht als selbstverständlich anzusehen. Das jährliche Gedenken setze ein wichtiges Zeichen gegen das Vergessen.
Im Anschluss an die Kranzniederlegung erfolgte noch ein Besuch des Gedenkpavillions, der u. a. auch vom örtlichen Heimatverein ehrenamtlich gepflegt wird.

Gedenkfeier zum 81. Jahrestag der Befreiung des Lagers Oberlangen: Kranzniederlegung und stille Erinnerung an die Opfer sowie an die verstorbene Zeitzeugin Hanna Strzelecka-Kociniak.