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Samtgemeindebürgermeister für gemeinsame Resolution der Samtgemeinderäte Dörpen, Lathen und Sögel

Lathen/Sögel/Dörpen (13.04.21)

Bis zum Jahr 2031 soll innerhalb Deutschlands der Standort für ein Endlager für hochradioaktiven Müll gefunden werden. Im Zuge der laufenden Debatte ist dabei auch der Salzstock Wahn nicht nur immer wieder im Gespräch, sondern auch Gegenstand der laufenden Untersuchung durch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Entschieden gegen den Standort Wahn wenden sich die Samtgemeindebürgermeister aus Dörpen, Lathen und Sögel, die ihren Samtgemeinderäten die Verabschiedung einer gemeinsamen Resolution vorschlagen.

Damit stellen sich die Bürgermeister auch an die Seite des Landkreises Emsland, der sich ebenfalls bereits positioniert und seine ablehnende Haltung zu diesem Thema kundgetan und sich in fraktionsübergreifender Einigkeit entschieden gegen ein Endlager im Emsland ausgesprochen hat. An dieser grundlegenden und ablehnenden Haltung hat sich im Zuge des „Zwischenberichts Teilgebiete“ nichts geändert, wie die Samtgemeindebürgermeister bei einem gemeinsamen Pressetermin auf der Dorfstelle Wahn betonten. Im Gegenteil gelte es mit der Benennung der drei potenziellen Teilgebiete Lathen, Wahn und Börger nun umso mehr, sich erneut und vehement gegen einen Endlagerstandort im Emsland zu wehren. Dazu soll es in allen drei Samtgemeinderäten eine Debatte geben.

Unabhängig von Zweifeln an der Geeignetheit von Salzstöcken sehen die Samtgemeindebürgermeister neue Zusatzbelastungen für die Region als klares Ausschlusskriterium. Vorhandene und noch in der Planung befindliche Stromtrassen würden das Emsland und seine wirtschaftliche Entwicklung erheblich belasten, genau wie gerade das nördliche Emsland mit den Flächen für die WTD 91 bereits heute bundespolitische sehr bedeutsame Aufgaben unter eigenen massiven Beeinträchtigungen schultere und akzeptiere. Sie sind sich sicher, dass es auch ihren Räten in den drei betroffenen Samtgemeinden Lathen, Sögel und Dörpen ein wichtiges Anliegen ist, durch eine eigene Resolution die begründete Ablehnung stellvertretend für die Bevölkerung im nördlichen Emsland noch einmal zum Ausdruck zu bringen.

Wahn Endlagersuche Resolution SGB Foto von SG Sögel kleiner

Das Bild zeigt die Samtgemeindebürgermeister (v. l. n.r.) Helmut Wilkens, Günter Wigbers und Hermann Wocken.

Weitere Pressemeldungen:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Gemeinden-im-Emsland-wollen-kein-Atommuell-Endlager,aktuellosnabrueck5570.html

https://www.emsvechtewelle.de/samtgemeindebuergermeister-gegen-atommuell-endlager-im-noerdlichen-emsland/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=samtgemeindebuergermeister-gegen-atommuell-endlager-im-noerdlichen-emsland