+ 49 (0) 5933 66 0 info@lathen.de
So 18° / 11 ° CMo 19° / 11 ° C
0 Artikel

Sustrum-Icon

Bürgerbüro

Teichstraße 1
49762 Sustrum-Moor
T +49 (0) 5939 235
F +49 (0) 5939 9 41 59 65
gemeinde.sustrum@ewetel.net

Öffnungszeiten

Freitag
9.00 bis 12.00 Uhr
14.00 bis 17.00 Uhr


Einwohner (31. Dez. 2015)


Fläche in km²


Ortsteile

Sustrum
Neusustrum
Sustrum-Moor


Bürgermeister

Heinz-Hermann Hoppe (CDU)

Heinz-Hermann Hoppe (CDU)

Vorstellung der Gemeinde Sustrum

Die auf dem Westufer der Ems gelegene Gemeinde Sustrum besteht seit der Gebietsreform am 1. Januar 1973 aus Sustrum, Neusustrum und Sustrum-Moor. Der Raum, der Neusustrum und Sustrum-Moor einschließt, war früher ein großer Teil des Markenbereichs der alten Gemeinde Sustrum.
Der Ort Sustrum selbst zählt zu den ältesten Gemeinden zwischen Ems und dem Rand des Bourtanger Moores. Woher der Name Sustrum stammt, ist nicht ganz geklärt. Sustrum heißt im 11. Jahrhundert „Suhtram“ und wird im 14. Jahrhundert „Zutgerum“ genannt.
Der Überlieferung nach bildeten vier Familien den Ursprung der Gemeinde Sustrum, die zunächst westlich des heutigen Dorfkerns auf den „Opkämpen“ wohnten. Älteste Hinweise auf die Besiedlung der Gemeinde Sustrum geben die Register des Klosters Corvey aus dem 11. Jahrhundert und die Lehnbücher der Bischöfe von Osnabrück und Münster aus der Mitte des 14. Jahrhunderts.
Die erste Kunde von einem Lehrer und einer Schule bringt das Jahr 1769. Im Herbst 1802 wurde eine neue Schule fertiggestellt, die im Jahr 1861 Opfer einer Feuersbrunst wurde. Im November 1861 entstand dann im Mittelpunkt des Ortes eine neue Schule. Eine vierte Schule wurde kurz vor Weihnachten 1950 eingeweiht. Mit Beginn der Sommerferien am 26. Juni 1975 schließt diese Schule ihre Türen. Die Kinder werden zur Grundschule nach Sustrum-Moor abgeschult. Im Jahr 1980/81 wird das Schulgebäude zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut.
Kirchlich gehörte Sustrum zu der uralten Pfarrgemeinde Steinbild. Für die Gläubigen war der Kirchweg mit der Fähre über die Ems gefahrvoll und umständlich. Zweimal berichtet die Chronik über Fährunglücke. Das erste ereignete sich am 25. Januar 1754. Nach dem zweiten Fährunglück am 12. März 1920 reifte in Sustrum immer mehr der Wunsch und der Plan nach einem eigenen Gotteshaus in der Gemeinde. Bereits am 6. Dezember 1923 konnte die St. Nikolaus-Kirche geweiht werden. Die Konsekration erfolgte am 27. August 1927. Renovierungen wurden in den Jahren 1962/63 und 1975 vorgenommen.
Bis zur Jahrhundertwende war das Leben hart und mühevoll. Erst danach trat allmählich eine wirtschaftliche Besserung ein durch die Aufteilung der Heide-Feldflächen und eine damit verbundene Umwandlung in fruchtbares Ackerland.
Einen ihrer größten Umstrukturierungsprozesse erlebte die Gemeinde Sustrum durch das am 15. Februar 1962 eingeleitete Flurbereinigungsverfahren. Hauptziel war eine umfassende Neuordnung der Feldmark und der Ortslage. Kontinuierlich fortgeführt wurde in den folgenden Jahren der Ausbau der Infrastruktur.

Neusustrum

Der Ortsteil Neusustrum ist eine Moorkolonie und entstand am 17. August 1788. Die Entstehung geht auf die Absichten und Pläne des münsterischen Fürstbischofs Maximilian Franz zur Kultivierung und Besiedlung von Moorgebieten zurück, da die Besiedlung auch in den Marken des Emslandes an ihre Grenzen stieß. Der wachsenden Notlage großer Teile der Bevölkerung sollte so entgegengewirkt werden.
Das Moorgebiet, in dem Neusustrum entstehen sollte, gehörte zur Markengemeinde Sustrum. Da die Moore keine herrenlosen Freiräume waren, mussten die Markenberechtigten aus Sustrum ihre Zustimmung zur Gründung der neuen Kolonie geben. Deshalb wurden ab Ende 1787 Verhandlungen mit den Markengenossen aufgenommen. Erst am 11. Juni 1788 konnte bei einem Lokaltermin eine Einigung erzielt werden. An den Verhandlungen waren auch die beiden Landvermesser Lieutnants Bartels und Flensberg beteiligt, die am 17. Juni 1788 die Vermessung von 12 Plaatzen (Siedlerstellen) beendet hatten. Zwei Tage später wurden die ersten beiden Plaatzen vergeben. Die Siedler fristeten zunächst ein ärmliches Dasein. Da der Boden für den Roggenanbau zu nass war, bestand die Hauptnahrung aus Buchweizen. Eine wirtschaftliche Besserung trat erst um das Jahr 1829 ein, als östlich des Ortes Flächen zugekauft werden konnten, die für den Roggenanbau geeignet waren.
Den wirtschaftlichen Verhältnissen glichen auch die schulischen. Die Kinder wuchsen zunächst ohne jeglichen Schulunterricht auf. Nach ersten Anfängen im Jahre 1802 in einem privaten Haus wurde 1837 die erste Schule in der Mitte des Dorfes errichtet, die den Anforderungen bis 1880 gerecht werden musste. Die Errichtung einer neuen Schule war durch die steigenden Kinderzahlen notwendig geworden. Die letzte Volksschule wurde am 31. August 1932 ihrer Bestimmung übergeben. Diese wurde 1972 geschlossen und 1974 in einen Kinderspielkreis umgewandelt.
Aus Sorge um die Jugend wurde 1957 mit dem Bau des Jugendheims begonnen, das am 1. Mai 1958 eingeweiht wurde.
Auch Neusustrum gehörte kirchlich zu der uralten Pfarrei Steinbild. Anfang des Jahrhunderts wurde der Entschluss gefasst, eine eigene Kirche zu bauen. Grund hierfür war der gefährliche und mühevolle Kirchweg über die Ems von gut eineinhalb Stunden. Am 29. September 1905 erfolgte die Benediktion der St. Michael-Kirche, die in den späteren Jahren mehrfach renoviert wurde.

Sustrum-Moor

Die Siedlung Sustrum-Moor, deren Gebiet nach Westen bis an die niederländische Grenze reicht, entstand in einer zweiten Phase der Moorkultivierung in den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts.
In den Jahren 1950-54 werden in Sustrum-Siedlung Häuser gebaut. Ab 1950 wird dort auch Schulunterricht erteilt. Dort wird 1959 auch die Kirche eingeweiht. 1962 und 63 werden die Schuljahre 7-9 nach Sustrum-Moor abgeschult. 1969 wird dort die linksemsische Mittelpunktschule errichtet. Die Volksschule Neusustrum wird 1973 geschlossen.
Der Zusammenschluss mit Sustrum erfolgte im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform Niedersachsen.