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Öffnungszeiten

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Einwohner (31. Dez. 2015)


Fläche in km²


Ortsteile

Kathen-Frackel
Hilter
Kathen-Siedlung
Dünefehn
Lathen-Wahn

Bürgermeisterin

Luise Redenius-Heber (CDU)

Luise Redenius-Heber (CDU)

Vorstellung der Gemeinde Lathen

Ein Blick zurück in die ältere Geschichte

Die Gemeinde Lathen ist seit 1965 Mitgliedsgemeinde und Verwaltungssitz der Samtgemeinde Lathen. 1973 wurde in Niedersachsen die Gebiets- und Verwaltungsreform vollzogen, bei der Lathen, Kathen-Frackel und Hilter (Ems) zur Gemeinde Lathen zusammengelegt wurden.

Im fünften und sechsten Jahrhundert erfolgte eine Besiedelung des Raumes entlang von Hase und Ems durch die Sachsen. Sie unterwarfen die hier lebenden Ampsivarier. Im achten Jahrhundert eroberten und missionierten die Franken den Raum. Er wird Teil der Missionszelle Meppen innerhalb des Bistums Osnabrück.
Ein besonderer Teil der Lathener Geschichte bleiben über viele Jahrhunderte die Beziehungen zum Kloster Corvey, die im Jahre 834 begannen und urkundlich belegt sind. In diesem Jahr schenkte Kaiser Ludwig der Fromme dem Kloster Corvey die Missionszelle Meppen, zu der u.a. auch Lathen gehörte. Die Schenkung diente der wirtschaftlichen Sicherstellung dieses freien und kaiserlichen Klosters, das 822 in Höxter an der Weser gegründet wurde.

Erstmals urkundlich erwähnt wird Lathen als „Lethi“ im Jahre 890 in den Registern des Klosters Werden. Etwa zur gleichen Zeit wird es als „Lodon“ („Gehölz auf der Düne“) in den Überlieferungen des Klosters Corvey genannt. Um das Jahr 1100 wurde die Kirche in Lathen (Loten) erwähnt. Aus dem Jahre 1147 stammt eine Erwähnung der Kurie Loten. Zu diesem Zeitpunkt ist Lathen also bereits Sitz der kirchlichen Verwaltungseinheit. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Lathen nur langsam, da nur vergleichsweise wenig Eschland zur Verfügung stand. Mit der Errichtung der St. Vitus-Kirche im Jahre 1531 jedoch begann ein starker Zentralitätsgewinn innerhalb des Umfeldes. Es siedelten sich verstärkt Handwerker und andere Gewerbetreibende in Lathen an.
Im 16. und 17. Jahrhundert wechselte das „Gogericht“ von Düthe nach Lathen.
1820 wird in Lathen für die Kirchspiele Lathen und Steinbild eine Amtsvogtei eingerichtet.
Im ausgehenden 19. und Anfang dieses Jahrhunderts wird mit der Infrastruktur die Zentralität Lathens weiter ausgebaut: 
1873 Knabenschule, 1886 Lathener Bank und Fa. Schlichter, 1894 Evangelische Kapelle, 1898 Hümmlinger Kreisbahn, 1899 Dortmund-Ems-Kanal, 1918 Krankenpflegestation, 1925 Emsbrücke, 1931 Krankenhaus.

Frackel

In der Heberolle aus dem 11. Jahrhundert wird der Ort als „Fricla“ genannt. Die nächste Nachricht über einen Corveyer Hof in Frackel überkommt aus dem Jahr 1470. Der Ortsname soll sich aus „Fricla“ über „Vrackeloh“ und „Frackelo“ zu „Frackel“ entwickelt haben. Er dürfte sich aus den Silben Fric (einer Namensbezeichnung) und Lo / Loh (kleine Waldfläche) gebildet haben und könnte also „Wald des / der Fric“ heißen. In der Steuerliste von 1534 taucht Frackel auf mit vier Erbhöfen.

Hilter (Ems)

In der Heberolle aus dem 11. Jahrhundert wird der Ort als „Helderi“ genannt. Hier liegt ein Corveyer Hof.
Die Steuerliste von 1534 nennt Hilter (Ems) ebenfalls und zählt hier sieben Vollerben und einen Markkötter. Dabei gehörte das Rittergut auf Junkern-Beel nicht zu den alten Erben in Hilter (Ems).
Auch im Jahre 1802 wurden Hilter (Ems) und Beel getrennt benannt. In Hilter (Ems) wurden 56 Einwohner gezählt, in Beel 27; zum Vergleich in Kathen-Frackel 78 und in Lathen 396. Die – nach landwirtschaftlicher Leistung bemessene – Steuerkraft dagegen war für Lathen, Kathen-Frackel und Hilter (Ems) gleich: Jeweils sechs Vollerben. Hilter (Ems) ist bis zur Gebiets- und Verwaltungsreform Niedersachsen 1973 selbständig.

Kathen

Der Ort Kathen wird erst in der Steuerliste von 1534 erwähnt, hier mit vier Erbhöfen. Die Deutung des Namens von „kate“, die auf die Ansiedlung von Kleinbauern in der Nähe von Frackel schließt, scheint angesichts der Klassifizierung von vier Vollerben eher unwahrscheinlich.Seit wann Kathen und Frackel gemeinsam genannt werden, ist nicht deutlich. In einer geographisch-statistischen Tabelle aus dem Jahr 1802 jedenfalls wird Kathen-Frackel benannt, wohingegen Hilter (Ems) und Beel jeweils separat stehen.
Nachdem die Siedlung über lange Zeiträume fast unverändert bestand, entwickelte sich östlich der Bahnlinie ein Siedlungssplitter, der sich in diesem Jahrhundert erweiterte und heute den strukturellen Schwerpunkt bildet.
Nach der Abtorfung von Moorflächen wurde der Siedlungsgenossenschaft Emsland die Aussiedlungsgenehmigung für zunächst fünf Aussiedler erteilt. Mit dem Antritt der ersten Siedlerstellen im Jahr 1930 entstand rd. 3 km östlich von Kathen die Siedlung Kathen.
Der Zusammenschluss von Kathen-Frackel, Hilter (Ems) mit Lathen erfolgte im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform Niedersachsen 1973.

Wahn

Im Jahre 1000 wird der Ort Wahn erstmals genannt. In den Jahren 1939-42 wird das rd. 800 Einwohner zählende Dorf aufgelöst, damit der Kruppsche Schießplatz erweitert werden kann. Ein Teil der Bewohner wird in den heutigen Ortsteil Wahn der Gemeinde Lathen umgesiedelt.