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Mit den unvergessenen Worten des Ex-Bayern-Trainers Giovanni Trapattoni – „Ich habe fertig“ – hat sich gestern Abend Hans Albers in Lathen vom Dienst in der seiner Meinung nach „schönsten Samtgemeinde der Region“ verabschiedet.
Der Erste Samtgemeinderat dankte allen Weggefährten im Rathaus und in den sechs Mitgliedskommunen, dass sie ihn mit seinen Eigenheiten und auch Macken angenommen und akzeptiert hätten.
In einer launigen Laudatio würdigte Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber seinen nunmehr ehemaligen Stellvertreter als „Antreiber und auch tatkräftig zupackenden Mitarbeiter“. Er habe sich bei wichtigen Projekten wie dem Industriepark an der A 31, dem Gründerzentrum und auch dem Ausbau des Kinderbetreuungsangebotes in der SG mit großem Engagement eingesetzt.
Die Karriere des tennisbegeisterten Hans Albers verglich Weber mit einem Viersatzmatch. Die kaufmännische Ausbildung bei der Herdbuchgesellschaft und die vier Jahre als Zeitsoldat in Lingen seien nicht unbedingt eine „geradlinige Chancenverwertung gewesen“. Er sei sich in der Jugend wohl wenig seiner eigenen Fähigkeiten bewusst gewesen, vielleicht auch zu unerfahren. Deshalb müsse der 1. Satz als „knapp verloren“ gewertet werden.
Im 2. Satz sei Albers dann aber zur Hochform bis zur Abschlussprüfung 1981 für den gehobenen Verwaltungsdienst aufgelaufen. Er habe sich seiner Stärken besonnen: lange Bälle, kurze Stopps und Power Play. Alles hoch konzentriert und druckvoll. Eindeutiger Satzgewinn.
Den 3. Satz, die Gründung einer Familie mit drei Kindern und jetzt fünf Enkeln, könne man ohne Übertreibung als „haushoch gewonnen“ bezeichnen.
Im klar zu seinen Gunsten entschiedenen vierten Satz, der Zeit als Erster SG-Rat, habe Albers schließlich maßgeblich zur guten Entwicklung Lathens beigetragen.
Der SG-Ratsvorsitzende Heiner Bojer hob hervor, dass Albers bei der Arbeit nie auf die Uhr geschaut habe und immer ein kompetenter Ansprechpartner gewesen sei. (Ems-Zeitung vom 06.04.2013, ys Lathen)